Wasserkraftwerk
heizt Schwimmbad

Bademeister Georges Hächler
erklärte die neue Anlage.
Die Schwimmbadkommission orientierte an
der Info-Veranstaltung vom 10. August 1999 über den aktuellen technischen Stand
der Badi Rupperswil-Auenstein. Esther Borner, Gemeinderätin Rupperswil und Präsidentin
der Schwimmbadkommission, begrüsste die VertreterInnen der Gemeindebehörden
Auenstein und Rupperswil, die Vertreter der an der technischen Sanierung
beteiligten Firmen Löpfe, Aarau; Bafilco, Winterthur, sowie Mitglieder der
Schwimmbadkommission. Bei der Wahl der zu ersetzenden Wärmepumpe, zur Zeit des
Kreditantrages 23 Jahre im Dienst, wurde nicht nur nach der effizientesten und
gewinnbringendsten Lösung gesucht, sondern dem Umweltgedanken wurde ebenso viel
Platz eingeräumt. All diese Überlegungen gipfelten dann im Entscheid, das Bad
mit der Abwärme des Kraftwerks Rupperswil-Auenstein zu beheizen. Die
Gemeindeversammlungen von Auenstein und Rupperswil sprachen sich denn auch für
den Planungskredit von 24 000 Franken und den Baukredit von 298 000 Franken aus.
Abwärme auf lange Zeit gesichert
Das Wasserkraftwerk kühlt seine Turbinen mit Grundwasser, welches beim
Verlassen des Kraftwerks eine Temperatur bis zu 35 Grad aufweist, und diese Abwärme
kann für das Freibad genutzt werden. Das so erwärmte Grundwasser wird mit
einer Fernleitung der Aare entlang zu einem Überlaufschacht geleitet, aus
diesem Schacht wird das benötigte Wasser entnommen, der Rest wird wie früher
in die Aare geleitet. Reicht die Wassertemperatur ab Fernwärme nicht aus, kann
mit einer Wärmepumpe die Wassertemperatur erhöht werden. Durch den Betrieb des
Wasserkraftwerkes ist auch eine über mehrere Jahrzehnte gesicherte Abwärmelieferung
gesichert, da auf dem liberalisierten Strommarkt solche Kraftwerke eine gute
Position hätten, führte der Vertreter der für den Bau der Fernleitung
verantwortlichen Firma Löpfe, Aarau, aus. Während dieser Bauphase stellte sich
heraus, dass die Filterverrohrung massive Korrosionsschäden aufwies und die
handbedienten und pneumatischen Armaturen am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt
waren. So war es mehr als vernünftig, diese Arbeiten gleichzeitig auszuführen,
war doch schon bereits eine Baustelle installiert. Die Arbeiten umfassten den
Austausch der massiv korrodierten Rohrleitungen und kaum noch funktionstüchtigen
Armaturen sowie der badewassertechnischen Installationen an die neue Wärmepumpe.
Bei der Planung dieser vordringlichen Massnahmen mussten nicht nur die einschlägigen
gesetzlichen Bestimmungen berücksichtigt werden, sondern auch die
systembedingten Anforderungen bezüglich der noch anstehenden Sanierung des
Beckenbereiches.
Des Bademeisters Augapfel
Ein grosses Dankeschön konnte Bademeister
Georges Hächler von Esther Borner entgegennehmen, welcher die Anlage wie
seinen Augapfel hüte. In seiner kurzen Ansprache gab Georges Hächler seiner
Freude über die gelungene Sanierung Ausdruck. Einwandfrei laufe die Anlage seit
Inbetriebnahme ab Saisonbeginn, so empfangen den Badegast seit Anfang an
angenehme 25 Grad. Was auch auffällt, ist das klare Wasser, war es doch vor dem
Ersatz der Filterverrohrung immer etwas trüb, bedingt durch die Korrosion der
alten Rohre. Die Schwimmbadkommssion ist der Bevölkerung ausserordentlich
dankbar für die finanzielle und ideelle Unterstützung der Freizeitanlage, dies
auch in finanziell angespannten Zeiten, welches sicher als Zeichen bewertet
werden darf, wie wichtig das Sonnenbad Rupperswil, wie es ursprünglich hiess,
der Bevölkerung ist.
©by r.planzer 14.09.05